05. Juli 09

Walk the Talk

Vor mehr als 5 Jahren habe ich bereits auf diesem Blog mal über die Organisation Servants geschrieben (Bericht vom Mai 2004). Diese Woche hat das Schweizer Fernsehen eine sehr bewegende Doku im Rahmen von "Reporter" über die Arbeit von Servants in den Slums von Manila ausgestrahlt. Ich bin sehr beeindruckt! Wer ein wahrhaft überzeugendes Beispiel einer "Missional-Incarnational-Community" sucht, der wird sie hier finden, ohne wenn und aber. Ein grosses Kompliment auch an die Macher der Doku. Sie ist hochstehend, sehr fair und ausgewogen geraten. So soll Fernsehen sein. Der Podcast kann als MP4-Datei runtergeladen werden oder als Stream angesehen werden. 

Also hier meine wärmste Empfehlung. Link zum Podcast (Reporter vom 1.Juli 2009).

Hinweis für die deutschen Freunde: Kommentar ist Deutsch, Quotes sind Schweizer Deutsch. Die Sendung lohnt sich aber auch so, glaubt mir :-)!

01. Juli 09

Dreharbeiten...

Gestern waren wir drehen und morgen gehts bereits wieder auf die Piste. Das macht Spass. Wer sich interessiert wie Dreharbeiten so bei uns ablaufen, dem ich kann ich die zwei Bildergalerien empfehlen. Beide Male habe ich die Spiegelreflex dabei gehabt und einige Impressionen festgehalten:

29. Juni 09

Filme machen

Wie entsteht ein (Spiel)-Film? Was passiert im Schneideraum? Wann wird geprobt? Welche Aussagemöglichkeiten kann die Kameraführung verstärken? Wen solche Fragen interessieren, dem kann ich Sidney Lumets Buch „Filme machen“ empfehlen. Lumet ist ein renommierter Hollywood-Regisseur der alten Garde. Seine Filme  haben mehr als 50 Oscar-Nominationen erhalten, er selber hat im Jahre 2005 einen Oscar für sein Lebenswerk erhalten. „Die zwölf Geschworenen“ (1957), „Mord im Orientexpress“ (1974), „Network“ (1976) oder „Verdict“ (1982) gehören zu seinen bekanntesten Werken. Die amerikanische Originalausgabe erschien 1995, das heisst das Buch erklärt den Prozess des Filme Machens VOR der digitalen Revolution. In technischer Hinsicht ist das Buch verständlicherweise nicht auf dem aktuellsten Stand, doch dies mindert seine Attraktivität in keiner Weise. Schritt für Schritt erklärt der Regisseur Lumet (aus seiner Perspektive) die Entstehung eines Films : Regie, Drehbuch, Proben, Umgang mit Schauspielern, Kameratechnik, Schneideraum, Filmmusik und vieles mehr. Jedes Kapitel ist gewürzt mit Anekdoten aus seiner langen Karriere.  Es ist kein Buch eines Hochschuldozenten, sondern eines Praktikers, der genau weiss, wovon er spricht. So ist nötige Glaubwürdigkeit gegeben. Wer also Film-Theorie sucht, ist bei Lumet am falschen Ort, wer aber hinter die Kulissen der amerikanischen Filmindustrie werfen will, erhält persönlich gefärbte Lektionen eines Meisters seines Fachs.

23. Juni 09

Do It, Don't Blog It

"Does all our online chatter about being missional keep us from being missional?" 

Guter Artikel von Dan Kimball: Link. Und tschüss, mehr Zeit viel ich dafür online nicht verschwenden...

20. Juni 09

Die Zukunft des Kinos

Eindrückliches Show-Reel von Red, dem Revolutionär der Filmbranche. Witzig auch der Abspann mit Hollywood-Stars wie Cruise, Smith, Spielberg etc. In 720p-Qualität, im Original wäre die Auflösung 4K, aber schon als 720p nicht von schlechten Eltern. Bin schon sehr gespannt auf die Scarlet, eine 3K-Video-Foto-Camera für 2500$, die Nikon und Canon-Objektive als Optik erlaubt. Sabber, sabber....

12. Juni 09

Westside

Kürzlich war ich mit ein paar Freunden auf Fotopirsch rund ums neue Westside (Brünnen bei Bern, Schweiz). Westside ist ein gigantisches Einkaufszentrum, Wellnessbad, Kinokomplex, Hotel, ja sogar eine Alterssiedlung fehlt nicht. Die spektakuläre Architektur von Daniel Libeskind zieht Schaulustige und Fotografen von nah und fern an. Scharfe Zungen behaupten ja, die Tempel von heute seien die Shoppingcenter und nicht die Kirchen. Der ehrfurchtserregende Bau könnte diese These sicher untermauern. Für kein anderes Gebäude in der Region Bern wurde in den letzten Jahren soviel Geld in die Hand genommen (ca. 500 Millionen Franken). Nummer 2 wäre wohl das Stade de Suisse mit integriertem Shopping-Center. Gemäss Wikipedia ist, bzw. war das Stadion mit 350 Millionen Franken das teuerste Gebäude der Schweiz. Demnach gibt es eine neue Nr. 1 im Lande de Eidgenossen (da weiss ich für einmal mehr als Wikipedia :-)). Waren früher die Kathedralen die Wahrzeichen einer Stadt, so sind es heute die Stadien und Multifunktionszentren. Man kann dies bedauern. Sicherlich kommt dadurch eine Werteverschiebung zum Ausdruck. Ob allerdings die Kathedralen als Ausdruck eines besonders lebendigen Christentums zu werten sind, ist ja eine andere Frage. Wer meine Vorliebe für Frost & Co. kennt, kann sich die Antwort ausmalen.

Weitere Bilder gibt es auf meinem Flickr-Stream.

Westside_VII

10. Juni 09

Spruch am Mittwoch CLVI

Ein Pfarrer konsultierte einen Psychiater. Dieser fragt ihn unter anderem:
"Reden Sie im Schlaf?"
"Nein", antwortet der Pfarrer. "Ich rede nur, wenn andere schlafen."

Spruch-am-Mittwoch

09. Juni 09

Safari 4.0

Obwohl Mac-User, war bislang der Firefox mein favorisierter Browser. Nun habe ich erstmals auf Safari gewechselt. Die Version 4.0 ist erschienen und ist deutlich, d.h. wahrnehmbar schneller als Firefox. Von IE wollen wir schon gar nicht reden! Dazu gibt es Coverflow (wie bei iTunes oder im Finder), Top-Sites und vieles mehr. Bin gespannt, ob ich nun zum dauerhaften Safari-Reisenden werde...Hier geht's zum Download. A propos: Safari ist für Mac UND PC-User!

Coverflow

06. Juni 09

Home- Der Film

Bis zum 14.6.09 kann HOME der neue Film von Yann Arthus Bertrand in voller Länge und HD-Qualität (93min) auf YouTube angesehen werden. Der Film handelt von unserem Planeten, unserem Umgang mit Ressourcen. Etwas ähnlich wie "Inconveninent truth" von Al Gore, einfach viel visueller. Fast alle Szenen sind vom Hubschrauber oder Flugzeug gefilmt und schlicht ATEMBERAUBEND, das ich sage selten, aber ich wiederhole mich. Optisch ist der Film WELTKLASSE, umwerfend. Ein Augenschmaus seltener Güte. Etwas gar penetrant moralisch-missionarisch ist der Kommentar (im Englischen von Glenn Glose gesprochen). Das hat mich zeitweise etwas gestört, denn die Bilder sprechen schon für sich. Aber auf jeden Fall umbedingt ansehen.
Hier der Trailer: Hier kann der ganze Film angesehen werden (HD-Qualität, bei mir hat es leicht geruckelt, aber immer noch sehr schön:

Pinnacle Liquid Edition zu verkaufen

Bevor ich die Software auf Ricardo verscherble, hier die Chance für meine Blog-Leser.

Pinnacle Liquid Edition 5.5
Bewährte Non-Lineare Videoschnitt-Software für Windows, für DV 4:3 und 16:9 (wahrscheinlich läuft HD und AVCHD nicht, habe es nicht ausprobiert), heute unter Avid Liquid im Verkauf, zusammen mit Pinnacle Studio 8. Ursprünglicher Preis (2004), ca. 950Fr.-. (Semi)-Pro-Variante. Hier gehts zu einer ausführlichen Review. Habe selber sehr zufriedenstellend in meiner Windows-Zeit damit gearbeitet. Braucht etwas Einarbeitungszeit, sehr gut geeignet für Fortgeschrittene und ambionierte Amateure.

Presstext:

Pinnacle-liquid-edition-5-5   ... überwältigende Kunden- und Marktforderungen und vereint die professionelle Eigenschaft und hervorragende Broadcast-Qualität der Pinnacle Liquid -Produktreihe mit der Plug&Play-Power und Benutzerfreundlichkeit von Edition. Liquid Edition ist nicht einfach nur ein weiteres Editing Tool. Zusätzlich zu den auf den Profi ausgerichteten Editing Funktionen bietet Liquid Edition erstklassige Tools für beeindruckendes Echtzeit-Compositing, zahlreiche Echtzeit-Effekte und vor allem DVD-Authoring - und all das über die gleiche einfach zu bedienende Benutzeroberfläche.


Verkaufspreis:  30Fr-, bzw. 20 Euro plus Versandkosten. Bitte Interesse melden bis 9.6.2009.

03. Juni 09

Spruch am Mittwoch CXXXXXV

Globalisierung: Managergehälter wie in den USA, Arbeitnehmergehälter wie in Polen.


Franziska Augstein, Journalistin, Quelle: Rhetoriknewsletter, 3.Juni 2009
Spruch-am-Mittwoch

27. Mai 09

Spruch am Mittwoch CXXXXXIV

Von einem, der es wissen muss (Jean-Paul Sartre):

Wenn zwei Philosophen zusammentreffen, ist es am vernünftigsten, wenn sie zueinander bloß 'Guten Morgen' sagen.

Spruch-am-Mittwoch

24. Mai 09

Weniger Konsum, weniger Jobs?

Ein paar Gedankensplitter an einem flirrend heissen Frühsommersonntag, unausgegoren und polarisierend Einhellig ist der Tenor der Emerging-Church-Literatur: die ausgeprägte Konsumhaltung der westlichen Gesellschaft ist ein Hindernis auf dem Weg zu einem reifen und ganzheitlichen Glauben. Amen! In dieser Feststellung folgt sie weitgehend den Gedanken der sog. radikalen Evangelikalen, die seit 40 Jahren einen einfachen Lebensstil predigen. Materielle (und religiöser) Konsum ist eine nie gesättigte Riesenschlange. Kaum ist das letzte Objekt verschlungen, steigt die Lust auf weitere Opfer in der Menüliste. Die Konsum kommt nie zur Ruhe. Wenn wir ehrlich sind, wissen wir dies aus eigener Erfahrung nur zu genau. Konsum befriedigt nicht und kann zu Habgier führen. Habgier ist die übersteigerte Version der Konsumhaltung. Immer mehr, immer schneller. Die theologische Wertung der Habgier ist laut biblischen Texten klar: Habgier ist Götzendienst (Kol 3,5). Soweit so gut. In diesem Punkt werden sich die (christlichen) Denker einig sein. Ein verantwortungsbewusster Umgang mit Konsumgütern ist gefragt. Keine Rauschkäufe, keine unnötigen Luxusartikel, eben ein einfacher Lebensstil.
Doch in all diesen Büchern (lese z.B. aktuell Frosts "Exile") kommt kaum zur Sprache, wie sich ein solcher Lebensstil auf die makroökonomischen Strukturen auswirkt. Wäre es z.B. wünschenswert, wenn sich alle westlichen Staaten auf diesen Lebensstil einlassen, d.h. bewusst und spürbar weniger konsumieren. Vielleicht lesen wir von diesen Überlegungen weniger, weil Theologen und nicht Ökonomen schreiben. Da ich selbst Theologe und kein Wirtschaftsexperte bin, bin ich wohl nicht die beste Referenz für solche Thesen. Also stelle ich einfach mal ein paar (naive) Fragen und hoffe unter meiner Leserschaft befinden sich ein paar versierte Ökonomen.

Meine "Milchbüchli"-Rechnung:
wenn wir alle deutlich weniger konsumieren (aus weltanschaulichen Gründen und nicht weil eine Wirtschaftskrise uns dazu zwingt!), braucht es weniger Güter und damit verbunden fallen früher oder später eine ganz Reihe Jobs weg. Ganze Wirtschaftszweige bauen auf Konsum auf (Produktion, Vertrieb, Verkauf, Administration). Was würden all diese Buchautoren denn den neu geschaffenen Arbeitslosen empfehlen? Wie sollen sie ihr Brot verdienen? Zurück zur Agrargesellschaft können wir kaum. Noch mehr Versicherungen und Banken? Kaum! Sprung in die Kunst und Kreativität? Mehr Therapeuten? Mehr Sozialarbeiter? Mehr Pastoren? Mehr Gesellschaftsanalytiker? Mehr Blogger?
Nun ja, lassen wir es mal. Was denkt ihr? Ist Konsumverzicht für ganze Gesellschaften wünschenswert? Und wenn ja, in welchem Bereich würdest du neue Jobs schaffen? Natürlich sind auch die Meinungen von Theologen willkommen :-).

21. Mai 09

Slavoj Žižek

Ein Freund hat mich auf ein faszinierendes Interview mit dem slowenischen Philosophen Slavoj Žižek hingewiesen. Pressetext von SF:

Der Ideenjongleur Slavoj Žižek gilt als einer der innovativsten Denker der Gegenwart. Der Philosoph und Psychoanalytiker lässt sich in seinem grenzüberschreitenden Denken von Psychoanalyse, Kinoerlebnissen, Popkultur und Science Fiction.

Hier geht's zum Download des Video-Podcasts.

Ein Volk von Dränglern

Heute bleiben sie zu Hause. Denn heute ist Feiertag. Heute muss nicht gedrängelt werden. Sonst jeden Morgen das gleiche Szenario. Ungeduldige Pendler warten auf den Intercity. Es ist früh, man könnte meinen, die Lebensgeister seien noch nicht erwacht, doch man täuscht sich. Fürs Drängeln reicht es allemal. Kaum steht der Zug, wird eifrig um die besten Positionen gekämpft, ähnlich wie im Strafraum beim Eckball. Noch ein Schritt vor, zwei zurück, damit ich ja direkt vor der Tür stehe. Manche sind so eifrig, dass sie die Reisenden, die aussteigen wollen, kaum durchlassen. Und dann endlich gehts los, wie vom Vakuum angesogen, wird der Zug gestürmt. Es wird gedrückt und eben gedrängelt, was das Zeugs hält. Und: in 98% (also fast immer!) hat es genug Sitzplätze für alle. Ganz selten muss mal einer die 17 Minuten nach Bern stehend verbringen. Das wissen alle. Denn sie fahren die Strecke ja wie ich jeden Morgen. Und doch drängeln sie wie die Weltmeister. Amüsant und bedenklich zugleich. Ganz so schlimm wie in Japan ist es nicht :-), vgl. Video. Was steckt dahinter? Nicht warten können? Oder die tiefe Angst, etwas zu verpassen, zu kurz zu kommen? Um jeden Preis einen Platz an der Sonne, sprich Sitzplatz zu ergattern Und das in einem Land, wo Überfluss herrscht...Da lobe ich mir die Engländer! Die wissen, wie man gelassen einen Bus oder Zug besteigt.

13. Mai 09

Spruch am Mittwoch CXXXXXIII

Alan Hirsch über Communitas (mehr zum Begriff hier):

Communitas  in the way I want to define it is a community infused with a grand sense of purpose; a purpose that lies outside of its current internal reality and constitution. It's the kind of community that "happens" to people in actual pursuit of a common vision of what could be. It involves movement and it describes the experience of togetherness that only really happens among a group actually engaging in a mission outside itself.

zitiert Frost, Exile, S.123.
Spruch-am-Mittwoch

12. Mai 09

Silenzio

Raum der Stille. Liestal CH. Drei Räume. Eine Idee. Kreativ. Kontemplativ. Ein gelungenes Projekt. Mehr Infos findet ihr hier.
Vater_Hände_500

09. Mai 09

Höhepunkt vorbei?

Hat die Blog-Welle ihren Höhepunkt bereits überschritten? Ist Bloggen bereits wieder von gestern? Bei vielen langjährigen Bloggern mache ich eine gewisse Schreibmüdigkeit aus. Die Post werden unregelmässiger, der Inhalt dünner. Auf diesen Blog trifft diese Beschreibung jedenfalls zu. Da ich zum auserwählten Typepad-Beta-Team gehöre, kann ich bereits einen Blick auf das neue Typepad werfen, welches im Sommer released wird. Nun, es wird auf der Startseite Annäherungen an den Stil von Facebook und anderen sozialen Netzwerken geben. Haben die Verantwortlichen gemerkt, dass sie Boden verlieren und gegenüber Facebook und Twitter in Rückstand geraten. Könnte sein, ich jedenfalls habe in den letzten Monaten mehr Zeit auf Facebook und Flickr verbracht als auf meiner Blog-Plattform. Aus meiner Sicht ist Bloggen doch etwas elitär geblieben und kommentieren tun sowieso praktisch nur andere Blogger. Bei Facebook scheint die Hemmschwelle tiefer. Da wird wie wild kommentiert und Links werden veröffentlicht, auch von solchen, die sich kaum auf einem Blog zu Worte melden. Interessant. Könnte es sein, dass die meisten mehr an anderen Personen, an Beziehungen als an Sachthemen interessiert sind? Die Stärke eines konventionellen Blogs ist ja die Möglichkeit, dass ich als Autor mich zu bestimmten Themen frei, nach Lust und Laune, zu Worte melden kann. Sach und Themenorientiert!
 Ich frage mich gerade, was ich damit sagen will? Weiss es ehrlich gesagt auch noch nicht. Sind nur Beobachtungen der letzten Wochen, noch keine definitiven Rückschlüsse (wenn es das überhaupt gibt)! Wie nehmt ihr das wahr?

06. Mai 09

Spruch am Mittwoch CXXXXXII

Böses Zitat zur aktuellen Bankenkrise (Rene Zeyer: Bank, Banker, Bankrott, Storys aus der Welt der Abzocker - Zürich: Orell Füssli, 2009 - ISBN 978-3-280-05341-6 - Nachwort S. 185)

Ich kann mich noch gut an die Zeiten erinnern, als in den Banken die Gangster VOR den Schaltern standen.

Spruch-am-Mittwoch

28. April 09

Spruch am Mittwoch CXXXXXI

Ansel Adams (1902-1984) war einer der ganz grossen Landschaftsfotografen und einer meiner fotografischen Helden. In meinem alten WG-Zimmer hing jahrelang ein Half-Dome-Poster von Adams (Yosemite Nationalpark, California, vgl. Bild):

Zwölf gute Fotos in einem Jahr sind eine gute Ausbeute.

Eine herausfordernde Aussage im digitalen Zeitalter, wo jeder seine Speicherkarten mit Tausenden von Bildern füllt. Manchmal ist weniger mehr. Und: es gab schon geniale Bilder vor der Erfindung der digitalen DSLR's. Adams hat mit Material, welches wir heute als vorsintflutlich bezeichnen würde, Meisterwerke geschossen, die bis heute berauschen. Megapixel und Super-Zooms sind nicht alles. Amen.
Adams_moon_and_half_dome

19. April 09

Neuer Abschnitt

Nach gut 2 Jahren als Leiter einer Handels-und Wirtschaftsschule habe ich letzte Woche eine neue berufliche Herausforderung angetreten. Ich arbeite nun als Fernseh-Redaktor bei Alphavision "Fenster zum Sonntag". Sehr cool. Bereits vor 10 Jahren war ich da schon mal im Gespräch für ein Volontariat. Nun hat es geklappt! Gestern war ich bereits das erste Mal bei Dreharbeiten dabei. Die Sendungen werden auf SF2 (Schweizer Fernsehen) ausgestrahlt und sind mit leichter Verspätung jeweils auch als Videostreams zu sehen...

05. April 09

Back to the future, 1998

Bereits 1998 hat der Neuseeländer Michael Riddell in seinem Buch "Threshold of the Future: Reforming the Church in the Post-Christian West" (zitiert bei Frost, Exiles, S.144) 15 Merkmale von Kirchen der Zukunft festhalten. Er nennt folgende Charakteristika:

  1. High premium placed on relationships
  2. Commitment to honesty and reality
  3. Minimal organisational structure
  4. Connection of the community's worship and faith life with everyday cultural experience of the participants
  5. Commitment to communal openess and inclusivity
  6. Dynamic ecunemism (Was immer das auch heisst :-))
  7. Commitment to mission
  8. Ability of members to laugh and cry together
  9. Scripture respected and allowed to speak in an inductive and topical manner
  10. The surrounding culture taken seriously not only as a mission field, but also as a potential source of God's activity
  11. Little importance placed on buildings
  12. Intentional small size to allow greater intimacy and flexibility
  13. Appreciation of genuine spirituality
  14. Presence as gracious spaces of refuge
  15. Countercultural with respect of Western values such as materialism and individualism

Solche stichwortartigen Aufzählungen sind immer etwas holzschnitzartig. Auch habe ich das Buch von Riddell selber nicht gelesen, weiss also nicht, wie er die genannten Kriterien selber ausführt.
Was denkst du dazu? Was fehlt? Wo stimmst du überein? Wenn du deine Kirche gemäss diesen Kriterien beurteilen müsstest: wieviele Kriterien siehst du bei dir als erfüllt an?

Bei unserem Netzwerk würde ich so auf die Schnelle folgende Punkte als gegeben/existent bezeichnen:
1. /2./4./7./8./9./10./11./12./13./15.:  11/15

02. April 09

Konferenz-Rückblick (Aarau), Teil 3

Auf der Webseite von IGW gibt es nun alle Referate (inkl. Folien) von Michael Frost zum Gratis-Download (MP3). Also wer nicht nach Aarau konnte oder auch wer sich die Referate nochmals anhören möchte: Link. Danke, IGW, für diesen grosszügigen Service.

31. März 09

Konferenz-Rückblick (Aarau), Teil 2

Die Tage mit Michael Frost liegen bereits wieder einige Tage hinter uns. Frost war der erwartet gute Kommunikator. Rhetorisch einer der überzeugendsten Redner, die ich je gehört habe. Leidenschaftlich, pointiert und authentisch. Frost könnte wohl auch eine Mega-Church auf Trab halten, wenn er dies wollte. Inhaltlich stehen mir Frost & Co sowieso sehr nahe. Doch ich schätze es sehr, Autoren auch mal live zu erleben. Da ich an der Konferenz Fotograf war, überlasse ich das Schreiben mal anderen und verweise auf ein paar Links und poste dafür noch einige visuelle Eindrücke.
Bericht auf Livenet
Interview mit Frost auf Livenet
Beitrag aus landeskirchlicher Perspektive
Der Übersetzer zur Konferenz
Oli Merz über die Tage in Aarau
Kirche von Frost in Sydney
Wer auch noch was geschrieben hat, kann es mir gerne mitteilen, dann werde ich den Beitrag verlinken.
Frost_1
Michael Frost und Peter Aschoff (Übersetzer)
Frost_II
Michael Frost
Passion Dynamischer Redner
Crowd interessiertes Publikum
Openspace Open-Space am Freitagmorgen
Hardmeier
Roland Hardmeier bei seiner Buch Vernissage
Arts Arts+ am Freitagabend (Heimlicher und Hausamann, die Preisträger)
Podium Podiumsdiskussion am Samstag

29. März 09

Erste Impression

Die Konferenz in Aarau ist zu Ende. Die Tage haben mir sehr gut gefallen. Nun bin ich daran die vielen Bilder zu sichten und bearbeiten. Ein erster Shot von Michael Frost. Weitere Eindrücke werde ich in den nächsten Tagen uploaden.
Frost_I

23. März 09

Der entscheidende Moment

so heisst der deutsche Titel des Buches von Joe McNally. Für einmal handelt es sich bei meiner Rezenson nicht um ein theologisches Werk wie so häufig auf diesem Blog, sondern um ein Buch eines Weltklasse-Fotografen. Über Kwerfeldein bin vor einigen Wochen auf dieses Buch gestossen und habe es mir bestellt. McNally ist einer der erfolgreichsten Fotokünstler der Gegenwart. Aufträge haben ihn während 30 Jahren in mehr als 50 Länder geführt. Der etwas reisserische Untertitel "Weltklasse-Fotograf packt aus" ist nicht untertrieben. Die Bilder, die NcNally hervorzaubert, sind tatsächlich Weltklasse. Der Amerikaner ist ein Meister des Lichts und der Inszenierung, ein Blitz-Guru. Das Buch ist nach einem schlichten Schema aufgebaut. Auf der linken Seite plaziert er ein Bild aus seinem langjährigen Schaffen (analog oder digital) und rechts beschreibt er die Umstände und Hintergründe, die zum Foto geführt haben. Hocklassige Fotografien, spannendes Storytelling und technische Hintergrundinformationen verlocken zur Non-Stop-Lektüre. Nach 2 Abenden hatte ich die 250 Seiten durch. McNally's besonders Faible ist die People-Fotografie und der gekonnte Einsatz der modernen (Multi-)Blitztechnologien. Wer schöne Landschaften oder gelungene Architektur-Bilder sucht, wird dafür nicht auf die Rechnung kommen. Das Buch versprüht Leidenschaft. Da hat einer seine Passion gefunden. Wer nach dem Lesen nicht selber die Kamera in die Hand nehmen will, ist selber schuld. So damit endet der Beitrag, ab gehts ins Wohnzimmer, um "entfesseltes" Blitzen zu verfeinern.
Link: Video-Clip zum Buch
Link: Gallery zum Buch


21. März 09

Die Zukunft gestalten

Header Bald ist es soweit. Nächste Woche findet der Kongress "Die Zukunft gestalten" statt. Ich freue mich auf Michael Frost und viele bekannte Gesichter. Am Donnerstag werde ich einen Workshop mitgestalten, zudem bin ich angefragt, die Konferenz visuell zu begleiten. Einige Impressionen werde ich sicher auf den Blog veröffentlichen... Kommst du auch?

Vor gut 3 Jahren fand in Romanshorn der FGI-Kongress statt, damals mit dem Co-Autor von Frost, Alan Hirsch. Wer etwas Erinnerungen auffrischen möchte: FGI 2006

11. März 09

Spruch am Mittwoch CXXXXX

So, das ist mittlerweile die 150.Ausgabe des "Spruch am Mittwoch".  Wenn ich genug Disziplin gehabt hätte, wären nach Kalender schon etwa 210 Sprüche möglich gewesen...Tja. Der heutige Spruch findet sich als Sticker auf einem Fahrrad (Quelle):

Life ist not measured by the number of breaths we take, but by the moments that take our breath away.

Spruch-am-Mittwoch

04. März 09

Spruch am Mittwoch CXXXXIX

Gestern ist der neue IGW-Blog online gegangen. Darum widme ich meinen aktuellen Spruch am Mittwoch dem neuen virtuellen Gefährten. Das Ziel des Blogs wird wie folgt beschrieben:

Unser Ziel ist dabei nicht Einigkeit in allen Details, und auch um die abschliessende Beantwortung aller Fragen geht es uns nicht. Stattdessen wünschen wir uns, im Dialog gemeinsam als Lernende unterwegs zu sein und dabei Horizont und Herz kontinuierlich zu weiten.

Hoffen wir, dass dieser Wunsch in Erfüllung geht!
Spruch-am-Mittwoch

03. März 09

Language Boutique

Eine gute amerikanische Freundin aus Basler Zeiten hat kürzlich ihre Geschäftswebseite online gestellt. Da mache ich doch gerne ein bisschen Werbung:

Ich biete Übersetzungen vom Deutschen ins Englische an, in den Fachgebieten Marketing & Werbung, Personalwesen, Wirtschaft & Finanzen, Geschichte & Politik, sowie Kultur & Tourismus


Auf der schön gestalteten Webseite kann man mehr erfahren. Liz Naithani ist aktuell in Köln zu Hause, aber Übersetzungsarbeit ist ja nicht ortsgebunden...

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